Streicherklassen

In den 70er Jahren entwickelte der bekannte Violinpädagoge Paul Rolland im Auftrag der amerikanischen Bundesregierung an der University of Illinois ein neues Curriculum für einen motivierenden Streicheranfangsunterricht in großen Gruppen und gemischten Klassen. Es basiert auf der Erkenntnis, dass alle Streichinstrumente gemäß ihrer gleichen Bauart auch mit prinzipiell gleichen Bewegungen gespielt werden. Weiterhin ist prägend für seinen Unterricht, dass alle streicherspezifischen Bewegungen aus Alltagsbewegungen abgeleitet und durch allmähliches Verfeinern entwickelt werden, z.B. von großen zu kleinen Bewegungen fortschreitend. Dies ist auch nach neuesten physiologischen und lernpsychologischen Erkenntnissen eine besonders erfolgversprechende Vorgehensweise. Rollands Konzept ist in Deutschland vor allem durch die Fortbildungen seines früheren Assistenten, Prof. Donald L. Miller und durch die Integration seiner Prinzipien in die Unterrichtswerke Sheila Nelsons bekannt geworden. 1991 begann eine Gruppe engagierter Streicherpädagogen und Schulmusiker ihre Ausbildung bei Prof. Miller und richtete 1992 an fünf Projektschulen Streicherklassen ein. Durch die intensive Fortbildungsarbeit der vergangenen Jahre ist die Zahl von Schulen, die diese Unterrichtsform anbieten in Deutschland, auch in Berlin, stark gestiegen. Auf 5 Bundeskongressen zur Musikpädagogik (des VdM, VdS und des AfM) wurden Streicherklassen einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Streicherklassenunterricht wird in Deutschland im Team erteilt. Dabei unterrichten ein/e LehrerIn für tiefe Streicher (Cello, Bass) und ein/e LehrerIn für hohe Streicher (Geige, Bratsche) abwechselnd in der Rolle der/s Instruierenden und die gesamte Gruppe anleitenden und der Rolle der/s Assistierenden, der/die nonverbale Hilfestellungen für das einzelne Kind in der Gruppe gibt. Um Wiederholungen und vertiefendes Lernen zu gewährleisten, hat sich ein Standard von 2 Unterrichtsstunden pro Woche etabliert. Sowohl die Gruppengröße als auch das Unterrichten im Team verlangen die detaillierte Vorbereitung jeder einzelnen Stunde. Kinder können in der Streicherklasse von Beginn an musikalische Erlebnisse haben und als MusikerInnen agieren. Das wichtigste Grundprinzip dieses Unterrichts lautet: Teach Music Through Music! – Unterrichte Musik mit Musik!. Dementsprechend wird jede neue Übung, jeder Schritt in Richtung auf eine neue instrumentale Technik als Musik präsentiert und als Orchesterklang erfahren. Zugleich hat diese Unterrichtsform den Anspruch, jede Instrumentengruppe in gleicher Weise und gleichem Umfang zu fordern und zu fördern. Dies erfordert kleinschrittiges Vorgehen. Die Schätzelberg-Schule hat sich bei der Ausbildung weiterer LehrerInnen für den Streicherklassenunterricht engagiert. Bei drei Berufsbegleitenden Fortbildungen unter Leitung unserer Kollegin Regine Schultz-Greiner konnten die KollegInnen mit unseren SchülerInnen erste Erfahrungen im Unterrichten von Streicherklassen sammeln. Zur Beratung der FortbildungsteilnehmerInnen standen auch die KollegInnen Frank Bertram, Christian Oelert und Uta Templin bereit.

Regelmäßig besuchen Studierende der Universität der Künste im Rahmen ihrer Lehrer-Ausbildung unsere Streicherklassen zu Hospitationen.

 

Regine Schultz-Greiner 1.10.2018

Hitzeplan

Hitzeplan in der Schätzelberg-Grundschule

   Stunde / Zeit
  1. Std. 07.45 – 08.15 Uhr
  2. Std. 08.20 – 08.50 Uhr
  3. Std. 08.55 – 09.25 Uhr
  4. Std. 09.30 – 10.00 Uhr
   Pause: 10.00 – 10.25 Uhr
  5. Std. 10.25 – 10.55 Uhr
  6. Std. 11.00 – 11.30 Uhr
  7. Std. 11.35 – 12.05 Uhr

Grundsätzliche Essenszeiten bei Hitzeplan:

12.10 Uhr  Klassen 4, 5 und 6

12.40 Uhr  Klasse 1a, 1b, 2a

13.10 Uhr  Klasse 2b, 3a, 3b